Kürzungen bei U4 und U7: MVG reagiert auf Fahrzeugausfälle bei der U-Bahn
In den vergangenen Wochen gab es leider vermehrt kurzfristige Fahrtausfälle bei der U-Bahn, weil unter der Woche weniger Züge als notwendig verfügbar waren. Um den Fahrgästen wieder ein zuverlässiges und planbares Angebot zu bieten, reagiert die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und passt den Fahrplan bis auf Weiteres an.
Fahrplananpassungen bei U4 und U7
Ab Montag, 3. Februar, werden zunächst bis Freitag, 14. Februar, Anpassungen auf zwei Linien vorgenommen.
- Die U4 fährt ganztägig alle 10 Minuten. Die Verstärkung in der Hauptverkehrszeit auf einen 5-Minuten-Takt entfällt.
- Die U7 fährt mit vierteiligen Kurzzügen auf dem verkürzten Linienweg Olympia-Einkaufszentrum – Sendlinger Tor. Im Abschnitt Sendlinger Tor – Neuperlach Zentrum haben Fahrgäste die Möglichkeit, auf die Linien U2 bzw. U5 auszuweichen.
Während der Modernisierungsarbeiten und der Weichenerneuerung an der Implerstraße (siehe Meldung vom 1. Oktober „U3/U6: Modernisierung des südlichen Abschnitts Implerstraße – Klinikum Großhadern
Oliver Glaser, Leiter Betrieb Schiene bei der MVG, erklärt: "Es tut mir leid, dass wir erneut in den Fahrplan der U-Bahn eingreifen müssen, weil uns verfügbare Fahrzeuge fehlen. Das darf kein Dauerzustand werden und ich kann mich bei unseren Fahrgästen dafür nur entschuldigen. Wir haben auch mit zahlreichen Sonderschichten bis zuletzt versucht, alle notwendigen Fahrzeuge auf die Schiene zu bringen – das ist uns leider nicht gelungen. Damit die Fahrgäste nicht weiter von ungeplanten Ausfällen überrascht werden, nehmen wir jetzt vorübergehend Kürzungen bei der U4 und der U7 vor.“
Einschränkungen in der Werkstatt und Lieferverzug neuer Züge
Zwei wesentliche Gründe führen zum derzeitigen Fahrzeugmangel: In der U-Bahn-Werkstatt wird aktuell eine neue Unterflur-Drehbank zur Instandhaltung der Räder eingebaut. Aufgrund der Arbeiten sind nicht alle Arbeitsstände für die tägliche Instandhaltung verfügbar. Während der Aushubarbeiten im Bestandsbauwerk aus dem Jahr 1969 wurde unerwarteter zusätzlicher Sanierungsbedarf festgestellt, wodurch sich die Arbeiten verzögern.
Außerdem hat der Hersteller der neuen C2-Züge den Stadtwerken München (SWM) eine Lieferverzögerung angekündigt. Das hat zur Folge, dass ein Teil der älteren A-Wagen, die eigentlich zur Ausmusterung vorgesehen waren, für einen Einsatz über Dezember 2025 hinaus ertüchtigt werden müssen. Auch diese Arbeiten waren nicht geplant.
Hinzu kommt der weiterhin bestehende Mangel an qualifiziertem Personal, das in der täglichen Instandhaltung fehlt. Aktuell sind rund 27 entsprechende Stellen nicht besetzt – entsprechende Stellenausschreibungen finden Interessierte auf swm.de/technische-fachkraft
„Wir setzen alles daran, die Arbeiten an den Fahrzeugen sowie die Bauarbeiten in der Werkstatt schnellstmöglich abzuschließen. So haben wir unter anderem schwere Schweißarbeiten ausgelagert, die wir sonst erst zu einem späteren Zeitpunkt hätten durchführen können. Außerdem läuft das Recruiting auf Hochtouren, um das fehlende Fachpersonal zu finden. Die Rückkehr zum regulären Fahrplan hat absolute Priorität“, so Glaser.
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